Stilles Örtchen aus Stahl, Golfclub Lauterhofen

Projektbeschreibung allgemein
Eine Skulptur aus Stahl ist die neueste Architekturstation im Golfclub Lauterhofen. Ein begehbares Kunstwerk als stilles Örtchen neben den Bahnen.

Nach Schnittholz, Stampfbeton und Strohballen war diesmal rostiger Stahl das Baustoffthema von Platz- und Gebäudewart Johannes Berschneider. Das Ergebnis natürlich kein Toilettenhäuschen von der Stange, sondern wieder ein individuelles Einzelstück, exklusiv für den Golfclub Lauterhofen geplant und gefertigt.

Tageslicht kommt über die runden Ausschnitte in der Decke. Beim Blick nach oben lassen sich auf Glas gedruckt Fotos aus Fauna und Flora unseres Golfplatzes entdecken. Zusammen mit den seitlichen Schlitzen in der Decke kommt so eine aufregende Lichtstimmung in die Stahlbox, als wäre man im Wrack eines vor langer Zeit notgelandeten Raumschiffs.

Der Farbtupfer im Innenraum ist die rot lackierte Mörtelmaschine, deren Trommel mit knallblauem Innenleben jetzt als Waschbecken dient. Das Wasser kommt über den großen Mischhebel in Feuerwehr Dimension, ein alter LKW Rückspiegel für den Kontrollblick, wie alle Griffe und Haken einfach an die Stahlwände geschweißt.

Mit dem neuen Häuschen ist die benachbarte Schutzhütte Langeggarten direkt mit einer Toilette versorgt. Eine individuelle Stahlbox als weitere kreative Alternative im Golfclub Lauterhofen zu den andernorts aufgestellten Plastikhäuschen.


Beschreibung der Zusammenarbeit von Architekturbüro und Handwerksbetrieb(en)
Das Baumaterial hat der Architekt auf dem Gelände der Steinbrüche gefunden: sieben alte, dicke Stahlplatten, abgewittert, mit spannenden Oberflächen, groben Kanten und Formen. Für andere Schrott, für ihn Inspiration für ein neues Projekt.
Architekt Berschneider legte selbst Hand an, zusammen mit Georg Bärnreuther und dem Betriebsschlosser aus dem Schotterwerk. Um die verbeulten Platten für die Wände plan zu bekommen, wurde einfach mit den riesigen Bulldozern aus dem Steinbruch so oft über die Platten gefahren, bis diese wieder glatt gebügelt waren. Mit dem Schweißbrenner wurden die sieben Platten in Form gebracht, Türen und Oberlichte heraus geschnitten, die Box zusammen gefügt. Die Ausstattung wie Kerzenhalter, Türscharniere oder Spiegel wurden einfach und bewusst derb zum Charakter des Objektes passend an die Wände geschweisst.
Eine neue, kreative Erfahrung für die Schlosser des Betriebs als Handwerker Hand in Hand mit dem Architekten die wuchtigen Platten zu einer Stahlbox zu formen, eine Architekturskulptur zu schaffen.
Das tonnenschwere Häuschen kam dann per Kran in einem Stück an seinen Standort.


Beteiligte Handwerksfirma
Bärnreuther+Deuerlein Schotterwerke GmbH & Co. KG
Postbauer-Heng

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