Kinder- und Familienzentrum Ludwigsburg Poppenweiler

Projektbeschreibung allgemein

Aus einem bestehenden Wohngebäude und einem Neubau sollte für die Stadt Ludwigsburg im Stadtteil Poppenweiler ein Kinder- und Familienzentrum entstehen. Auf 1425 qm wurden Funktionsräume für Kinder von 0 bis 6 Jahren, Speisesaal und Küche, Verwaltungs- und Nebenräume sowie Räumlichkeiten für die Beratung von Eltern und für Veranstaltungen entwickelt.

Der bestehende Massivbau wird auf eine eindeutige Kubatur reduziert und tritt als solider, massiver Putzbau in Erscheinung. Der Neubau spricht dagegen eine eigene und eindeutig zeitgenössische Sprache, nimmt aber in Proportion und Materialität Motive aus der Umgebung auf. Als Holzbau steht er im deutlichem Kontrast zum steinernen Bestandsbau und spielt damit auf die wechselnden Oberflächen der angrenzenden Bebauung an. Durch Neu- und Altbau entsteht ein neues Ganzes, dass sich innerhalb des heterogenen Umfeldes selbstbewusst behauptet, dessen ländlichen Charakter dabei bewusst aufnimmt und neu interpretiert.

Im Neubau werden sämtliche Oberflächen in hell lasierten Dreischichtplatten ausgeführt, so dass eine helle, freundliche und großzügige Atmosphäre geschaffen wird. Die Gestaltung der Räume ist vom Umgang mit Licht, klaren Strukturen, Reduktion und Disziplin in Verbindung mit sensibler Detailgestaltung bestimmt.

Beschreibung der Zusammenarbeit von Architekturbüro und Handwerksbetrieb(en)

Das entwurfliche Konzept des Neubaus stellt sich als Addition einzelner Baukörper dar, die in Maßstäblichkeit und Materialität aus den ländlichen Gebäuden der Umgebung abgeleitet sind. Dabei sollten die Dachflächen in gegenläufiger Neigung zueinander angeordneten werden, verbunden mit dem Ziel, die einzelnen Baukörper mit möglichst geringer Überschneidung nebeneinander anzuordnen. Die Erarbeitung von einwandfreien Lösungen, die sowohl den tragswerks- und bautechnischen, als auch den gestalterischen Anforderungen Stand halten, erforderte intensive Abstimmungen zwischen Tragwerskplanung, Architekt und ausführenden Firmen. Da eine zweidimensionale Darstellung zur Beschreibung der komplexen Geometrie nicht ausreichte, wurde zusätzlich ein dreidimensionales Modell entwickelt und zwischen Planern und ausführenden Firmen ausgetauscht. 

Damit konnte die umfassend durchgearbeitete Planung nach Vergabe zügig, kompakt und vollständig an die ausführenden Firmen übergeben und unter Berücksichtigung der spezifischen Fertigungsmöglichkeiten in eine optimierte Werkstattplanung überführt werden. Die computergestützte Fertigung ermöglichte dabei die präzise Vorfertigung der Bauteile und die Minimierung von Toleranzen. Ebenso konnten durch die detaillierte Vorbereitung unvorhergesehene Schwierigkeiten in der Bauphase vermieden werden.

Beteiligte Handwerksfirma 1

Merkle Holzbau GmbH
Fabrikstraße 31
D- 73266 Bissingen u. Teck
07023/ 900 590 
info@merkleholzbau.de
www.merkleholzbau.de

Beteiligte Handwerksfirma 2

Güther Metallbedachungen GmbH
Allersberger Straße 185 
D- 90461 Nürnberg 
0911/ 47426 0 
info@guether.com
www.guether.com

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