Künstliche Mineralfasern - KMF

Amorphe silikatische Fasern, werden unterteilt in Mineralwollfasern (Glas-, Stein-, Schlackenwolle), textile Glasfasern, Keramikfasern und Fasern für Spezialzwecke (GlasMikrofasern). Nicht brennbar, sehr gute Wärmedämmwirkung, zum Teil Verspinnbarkeit (textile Glasfasern), beständig gegen Hitze, relativ beständig gegen Wasser und Chemikalien. KMF werden künstlich aus Glas-, Gesteins- oder Schlackeschmelzen durch Ziehen, Blasen oder Schleudern hergestellt. Es entstehen Fasern mit einer Dicke von 2 bis 20 μm. Mineralfasern brechen quer. Sie verkürzen sich und es bildet sich in der Regel nichtfasriger Staub statt lungengängigen Fasern wie bei Asbest. 
 
Einsatzgebiete
Im Wärme- und Schallschutz, in Innenwänden/Leichtbauwänden, in Akustikdecken, in Fußböden, im Dachausbau, für Außenfassaden, als Trittschalldämmung unterm Estrich, in mineralfaserhaltigem Putz, als Wärmedämmung in Rollladenkästen. Im Brandschutz, z.B. beim Fassadenbau oder für Spritzisolierungen. 
 
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit
Eine gesundheitsschädigende Wirkung kann bei KMF durch Einatmen auftreten. Vor allem dann, wenn die Fasern kritische Abmessungen aufweisen:  Länge > 5 μm , Durchmesser < 3 μm  Länge : Durchmesser > 3 : 1. Ähnlich wie bei Asbest wirken sie dann krebserzeugend.  Auch im Feinstaubbereich, bei Faserlängen > 1 μm, sind sie besonders schädlich für die Lunge. Bei Hautkontakt können KMF Juckreiz auslösen.