Hauptsache billig - Umweltfolgen des Baubooms

aus SpiegelONLINE vom 30. Mai 2018 10:58 Uhr

Hauptsache billig - Bauboom, Sparzwang und die Umwelt

Gut 2000 Jahre steht so manches Bauwerk aus römischem Beton schon. Moderne Gebäude halten da nicht mit. Gerade im Zuge des Baubooms drohen rasche Sanierungsfälle - mit Folgen auch für Umwelt und Klima.

...Gewaltig sind die Folgen von Billigbau und Baupfusch nicht nur für öffentliche und private Kassen, sondern auch für Umwelt und Klima. Weltweit gesehen ist die Zementproduktion eine der größten Quellen für das Treibhausgas Kohlendioxid überhaupt. Schätzungen zufolge entsprach der Ausstoß in den vergangenen Jahren etwa fünf Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen durch Industrie und Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Wichtig fürs Klima

Vorrangiges Ziel muss nach Ansicht der Experten die Langlebigkeit von Gebäuden sein. Welche Zeitspannen möglich sind, haben die Fachleute eines längst vergangenen Reiches eindrucksvoll belegt: des Imperium Romanum. Viele Betonbauten der alten Römer trotzen seit gut 2000 Jahren Wind und Wetter: Die Zisternen auf der Insel Pantelleria halten immer noch dicht und werden genutzt, das Pantheon und das Kolosseum in Rom stehen wie für die Ewigkeit gemacht, römische Wellenbrecher und Piere halten bis heute den Wassergewalten stand...

 

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