Wohnraumgifte und Schadstoffe lauern in Wohnungen

Viele chemische Verbindungen sind giftig und schädigen die Gesundheit der Bewohner. Vor allem Kinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders betroffen. Wohngifte verursachen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Allergien, Asthma oder chronische Infekte. Zudem erhöhen sie das Krebsrisiko und schädigen das Erbgut. Krankheiten entstehen aber nicht nur durch belastete Luft, sondern auch durch eine individuelle Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Baustoffen. Nur wer genaue Informationen über seine Umgebung hat, kann wirksam handeln und sich vor den Schadstoffen schützen.

Allergien werden durch Hausstaubmilben begünstigt. Die Folgen sind Nasen- und Augenreizungen, Niesreiz bis hin zu chronischem Asthma. Milbenallergene finden sich in Betten, Sofas und Textilien.

Experten schätzen Formaldehyd als krebserregend ein, dennoch wird die Chemikalie immer noch verwendet. Die Hauptbelastung geht von Spanplatten aus. Täglicher Kontakt mit Formaldehyd verursacht Hustenreiz, Kopfschmerzen oder schädigt das Erbgutes.

Langlebige Gifte

Ebenso Allergie-fördernd sind Lösemittel, sie stehen zudem dringend im Verdacht und sind für viele unspezifische Krankheiten verantwortlich. Sie finden sich in Farben und Klebern. Bei frisch gestrichenen Wänden sind Lösemittel durch den Geruch wahrnehmbar, das fatale, sie schädigen auf Dauer in Konzentrationen, die mit den Sinnesorganen nicht wahrnehmbar sind.

PCP (Pentanchlorphenol) ist ein Pestizid, das nachweislich gesundheitsschädigend ist, besonders in Verbindung mit Formaldehyd. Bis 1986 wurde die Chemikalie nahezu allen Holzschutzmitteln beigesetzt und findet sich daher in vielen alten Möbeln. PCP verflüchtigt sich vollständig erst nach 20 bis 30 Jahren. In Räumen mit hoher Luftfeuchte sind die Ausdünstungen mitunter extrem hoch. Der Bio-Check PCP wird auf das zu untersuchende Objekt geklebt, nach 24 Stunden wieder abgezogen und an das Labor gesandt. Der Analysebericht liefert Vorschläge zur Abhilfe der Belastung.

...Schimmelpilz und Ozon

Schimmelpilze können in mehr als 100 Arten im Haus vorkommen. Sie bilden sich besonders in feuchten Bauteilen. Die Mehrzahl davon ist schädlich für den Menschen. Die Sporen von Pilzen können in den menschlichen Organismus eindringen und dort Gewebe und Zellen zerstören. Ozon ist ein giftiges und aggressives Gas. In geringen Mengen verursacht es Kopfschmerzen. Bei höheren Konzentrationen kommt es zu Kurzatmigkeit, Schmerzen bei tiefem Einatmen sowie Hustenreiz und Mattigkeit. Betroffen sind insbesondere Kinder und Menschen mit Asthma. Ozon-Quellen im Innenraum sind Kopierer und Laserdrucker. Das Bio-Check-Set Ozon misst innerhalb weniger Minuten die aktuelle Ozonbelastung. Durch ein kleines Format ist es sowohl innen als auch außen einsetzbar.