Schadstoff Bibliothek

VOC

Organische Substanzen mit einem Siedebereich von 60 bis 250°C. Zu den VOC zählen z.B. Verbindungen der Stoffgruppen Alkane/Alkene, Aromaten, Terpene, Halogenkohlenwasserstoffe, Ester, Aldehyde und Ketone. 
 
Einsatzgebiet

Vinylchlorid

Farb- und geruchloses, in höheren Konzentrationen süßlich riechendes Gas. Vinylchlorid ist leicht entflammbar, Explosionsgrenzen in Luft 3,8-31%. In Wasser sehr wenig, in Alkohol und Ether leicht löslich. Schmelzpunkt: -154°C,  Siedepunkt: -13,9°C.  
 
Einsatzgebiet
Vinylchlorid wird als Monomer zur PVC-Herstellung eingesetzt.  
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

THF

Farblose, etherisch riechende Flüssigkeit.
Die Substanz ist in Wasser, Alkoholen, Ketonen, Estern, Ethern und Kohlenwasserstoffen löslich. Schmelzpunkt: -108°C, Siedepunkt: 66°C.   
 
Einsatzgebiet
Tetrahydrofuran wird überwiegend als Lösungsmittel für viele Kunst- und Klebstoffe sowie Farben und Lacke verwendet.   
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

TCPP

Flammschutzmittel aus der Stoffklasse der Phosphorsäureester. Flüssig bei Raumtemperatur, wenig wasserlöslich, gut löslich in Ethanol und Aceton Dichte: 1,29 g/ml Siedepunkt: 235-248 °C, Flammpunkt: 218-220 °C.  
 
Einsatzgebiet
Als Weichmacher mit flammhemmenden und bioziden Eigenschaften z.B. in Kunststoffen, Lacken, Teppichen, Polster- und Bezugsstoffen.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

TCDD

Der giftigste Vertreter der Stoffgruppe der Dioxine.
Farblose Kristalle, in Wasser unlöslich. Der Schmelzpunkt liegt bei 305-307 °C Siedepunkt liegt bei 421 °C (sublimiert).  
 
Der extrem gefährliche Stoff entsteht bei der Herstellung verschiedener Chlorprodukte, als Nebenprodukt sowie bei der Verbrennung oder Pyrolyse chlorhaltiger organischer Verbindungen bei Sauerstoffmangel. Er verflüchtigt sich langsam, gelangt an Staub- und Bodenpartikel gebunden in die Umwelt.  
 

Schimmelpilze

Sporen von Schimmelpilzen finden sich überall in der Außenluft. Schadorganismen, die giftige Stoffwechselprodukte (Mykotoxine) freisetzen können. Treten vor allem in organischen Materialien im Wohnbereich auf. Über die Raumluft können unspezifische gesundheitliche Problemen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schleimhautreizungen und erhöhte Infektanfälligkeit hervorgerufen werden. Mykotoxine werden bei bestimmten Temperaturen, entsprechender Feuchtigkeit, ausreichendem Nährstoffangebot oder in bestimmten Entwicklungsphasen gebildet.  
 

PVC

Einer der am meisten verwendeten Kunststoffe. PVC ist witterungsbeständig, schwerentflammbar, resistent gegen Chemikalien und korrosionsbeständig. Schlechter Wärmeleiter, weist im Vergleich zu Stahl und mineralischen Baustoffen ein geringes Gewicht auf und lässt sich leicht verarbeiten. 
 

Pestizide

Pestizide ist die allgemeine Bezeichnung für Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel.
Die Pestizide gliedern sich in folgende Stoffgruppen:
Fungizide (gegen Pilzbefall), Insektizide (gegen Insekten), Herbizide (gegen Unkräuter), Akarizide (gegen Spinnmilben), Nematizide (gegen Nematoden), Molluskizide (gegen Schnecken) und Rodentizide (gegen Nagetiere). 
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

Permethrin

Gelblich-braunes, wasserunlösliches, geruchloses Pulver.   
 
Einsatzgebiet
Wird als Insektizid in Holzschutzmitteln eingesetzt.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Perchlorethylen

Farblose, ätherisch riechende Füssigkeit. In Wasser unlöslich, aber mit den meisten organischen Lösemitteln mischbar.  Schmelzpunkt: -23°C, Siedepunkt: ~77°C.   

Einsatzgebiet
Tetrachlorethen, auch "Per" genannt, wird verbreitet als Lösemittel in der chemischen Reinigung angewendet.  Chemisch gereinigte Kleidung kann im Innenraum zu einer Luftbelastung führen.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Pentachlorphenol

Weißes, geruchloses, nadelförmiges Kristall.  In Wasser schwerlöslich, löst sich gut in Alkohol, Laugen, Aceton und Ether. Schmelzpunkt: 174°C, Siedepunkt: 310°C.   

Einsatzgebiet 
Wird bzw. wurde als Holz-, Textil- und Lederkonservierungsmittel sowie als Desinfektionsmittel eingesetzt.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

PCP Pentachlorphenol

Wird bzw. wurde als Holzschutzmittel, Leder- und Textilkonservierungsmittel sowie als Desinfektionsmittel eingesetzt. In Deutschland ist der Einsatz praktisch verboten. Bei Importprodukten kann die Verwendung von PCP nicht ausgeschlossen werden. 
 
Einsatzgebiet

Ozon

Farbloses, äußerst reaktionsfähiges, sehr giftiges Gas. Stark brandfördernd. Der Geruch wird je nach Konzentration als Nelken-, Heu-, Chlor-ähnlich oder als nach Stickoxiden riechend beschrieben. Schmelzpunkt: -183°C , Siedepunkt: -111,9°C. 

Naphthalin

Bildet weiße Kristalle, die charakteristisch nach ""Mottenpulver"" oder Teer riechen. Über 80°C ist es eine farblose Flüssigkeit. In Wasser unlöslich, in Schwefelkohlenstoff, Ether, Chloroform und Benzol leicht löslich. Naphthalin wird normalerweise mit erhöhten Temperaturen als Flüssigkeit transportiert. Schmelzpunkt: 79-82°C, Siedepunkt: 218°C.   

Einsatzgebiet 

Legionellen

Legionärskrankheit, Legionellose  Legionellen sind wärmeliebende Bakterien. Sie gehören zum natürlichen Bestandteil von Süßwasser und sind in Oberflächengewässern nur eine sehr geringe Infektionsgefahr für Menschen. Gelangen die Bakterien mit Tröpfchennebel in die Lunge, kann es zur Erkrankung kommen.  
 
Einsatzgebiet

Glykole

Farblose Flüssigkeiten mit einem angenehmen Geruch. Gut mischbar mit den meisten Lösemitteln, zum Teil auch mit Wasser. Glykole sind zweiwertige Alkohole. Unter der Gruppe der Glykole werden alle Glykolverbindungen wie z. B. Glykolether und Glykolester zusammengefasst.   
 
Einsatzgebiet

Furmecyclox

Holzschutzmittel aus der Stoffklasse der Amide. Schmelzpunkt liegt bei 33°C.   

Einsatzgebiet
Wurde als Fungizid im Holzschutz eingesetzt. Inzwischen aber in geprüften Holzschutzmitteln nicht mehr enthalten.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit
Irreversibler Schaden möglich. Mögliche Reizung der Haut:  Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.  
 

Formaldehyd

Giftiges, farbloses, brennbares Gas mit säuerlich-stechendem Geruch, das zur Stoffgruppe der Aldehyde gehört. Er ist löslich in Wasser und Alkohol. Die wässrige Lösung von Formaldehyd (37%) ist unter dem Namen Formalin ein wichtiges Handelsprodukt.   

Einsatzgebiet

Ethylendichlorid

Farblose, ölige, chloroformartig riechende Flüssigkeit. Wenig wasserlöslich, mischt sich jedoch gut mit den meisten organischen Lösemitteln. Schwerer als Wasser. Schmelzpunkt: -35°C, Siedepunkt: 83°C.   

Einsatzgebiet
Ethylendichlorid wird unter anderem als Lösemittel und zur Vinylchlorid-Herstellung verwendet. Vinylchlorid ist Ausgangsstoff der PVC-Herstellung.   
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

Ethyldiglykol

Farblose, süßlich riechende Flüssigkeit, die sich vollständig mit Wasser mischt. Siedepunkt: 202°C.   

Einsatzgebiet
Lösungsmittel allgemein für Öle, Fette, Wachse, Harze, Kunstharze, Nitrocellulose, Polymere; Viskositätsregler. Verwendung in Lacken, Holzbeizen, Textilfarben, Verdünnern, Abbeizmitteln  
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

Ethandiol

Farblose, ölige, fast geruchslose Flüssigkeit. Mit Wasser, Alkoholen und Aceton mischbar. Schmelzpunkt:11-13°C und der Siedepunkt:195-197°C.   

Einsatzgebiet
Als Lösemittel für Cellulosenitrat und Druckfarbstoffe, zur Großraumdesinfektion in Schulen, Fabriksälen und Krankenhäusern.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Dioxine und Furane

Nebenprodukt das bei Verbrennungs- und Herstellungsprozessen chlorierter organischer Verbindungen entsteht. Dioxin TCDD gehört zu den giftigsten künstlich erzeugten Stoffen. Gruppe der halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffe, werden den polychlorierten Dibenzodioxinen sowie den polychlorierten Dibenzofuranen zugeordnet. Zu den chemischen Verbindungen vom Dioxintyp gehören 75 polychlorierte Dioxine (PCDD) und 135 Furane (PCDF). Dioxine lösen sich in Fett auf. 
 
Einsatzgebiet

Dioctylphthalat

Farblose, neutrale, ölige und geruchlose Flüssigkeit. In Wasser unlöslich.
Die Flüssigkeit ist gut verträglich mit verschiedenen Harzen. Siedepunkt liegt bei 216°C.   

Einsatzgebiet
Wird hauptsächlich als Weichmacher für PVC verwendet.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Diethylenglykol

Ölige Flüssigkeit, farblos wasseranziehend scharf-süßlicher Geschmack, charakteristischer, süßlicher Geruch, brennbar, aber nur schwer entzündlich Dichte  = 1,12 (schwerer als Wasser) Schmelzpunkt = -10,5 °C Siedepunkt = 245 °C.  
Mit Wasser, Alkoholen, Glykolethern, Ketonen, Estern und Chloroform ist Diethylenglykol in jedem Verhältnis mischbar, nicht mit Kohlenwasserstoffen und Ölen.  
 
Einsatzgebiet

Dichlofluanid

Als Wirkstoff von Holzschutzmitteln eingeführt. Es gilt als wenig giftig, kann aber für empfindliche Menschen und Kinder gesundheitsschädlich sein. Untersuchungen zum Langzeitverhalten sind bisher nicht bekannt. Praktische Erfahrungen liegen vor allem von Kindergärten vor, in denen die Allergiesymptome von Kindern nach der Sanierung stark Dichlofluanid-haltiger Holzoberflächen deutlich zurückgegangen sein sollen. 

Dibutylphthalat

Farblose, ölige Flüssigkeit mit einem schwachen aromatischen Geruch. In Wasser nicht löslich. Siedepunkt liegt bei 340°C.   

Einsatzgebiet
Wird hauptsächlich als Weichmacher in verschiedenen Harzen verwendet.   

 

Chlorothalonil

Zersetzung beim Erhitzen unter Bildung von giftigen, korrosiven Dämpfen (Chlorwasserstoff, Stickoxide). 
Erscheinungsbild: Kristalle.  Farbe: weiß, grau bis gelb.  Schmelzpunkt: 250.00 °C, Siedepunkt: 350.00 °C.  Wasserlöslichkeit: 0.600 mg/l bei 20.00 °C.   

Einsatzgebiet
Chlorthalonil wird als Pilzbekämpfungsmittel in Holzschutzmitteln verwendet.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Chloropren

Farblose, stechend riechende Flüssigkeit. Mit der Dichte von 0,96 g/cm³ ist es geringfügig leichter als Wasser. Schmelzpunkt: -20 °C, Siedepunkt: 59,4 °C.  
Chloropren ist leicht flüchtig und entzündet sich leicht. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und bilden mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Löslichkeit von Chloropren in Wasser ist gering; gut löslich in Alkohol und Ether.   

Einsatzgebiet
Chloropren wird fast ausschließlich zu Chloropren-Kautschuk (Neopren, Baypren) polymerisiert.   

Calciumarsenat

Erscheinungsbild: hygoskopische Kristalle. Farbe: weiß. Schmelzpunkt: 1455°C.  
 
Einsatzgebiet
Desinfektionsmittel.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit
Gefahr der Sensibilisierung der Haut.  Giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut.  Kann Krebs erzeugen.  Reizt Augen, Atmungsorgane und Haut.  Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.  
 

Butyldiglykolacetat

Farblose, viskose Flüssigkeit. Obstartiger Geruch Brennbar, aber schwer entzündlich. Zersetzt sich in der Hitze. Wenig flüchtig. Wenig löslich in Wasser, löslich in organischen Lösungsmitteln.  Dichte: 0,97 g/cm³ Schmelzpunkt: -32 °C, Siedepunkt: 244-250 °C.   

Einsatzgebiet
Butyldiglykolacetat wird als Hilfsstoff in Dispersionen eingesetzt wie z.B. Wandfarben und Putzen für den Außen- und Innenbereich, Putzmörteln, Bauklebern, Holz- und Papierleimen, wasserverdünnbaren Acrylharzlacken (z.B. Industrielacken, Holzlacken). 

Brombenzol

Farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch. In Wasser unlöslich, in Alkohol, Benzol, Chloroform und Ether löslich. 
Schmelzpunkt: -31°C Siedepunkt: 156°C.  
 
Einsatzgebiet 
Brombenzol findet Verwendung als Lösungsmittel und als Ausgangsprodukt für chemische Synthesen.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

ASBEST

Gruppenbezeichnung für natürlich vorkommende, verfilzte Mineralfasern. Asbest ist chemisch sehr stabil, brennt nicht, hat eine hohe elektrische und thermische Isolierfähigkeit. Es weist hohe Elastizität und Zugfestigkeit auf. Gute Einbindung in Bindemittel.

Anthracen

Farblose bis schwach gelbliche kristalline Substanz. In Wasser unlöslich, in Alkohol, Ether und Chloroform schlecht löslich und in heißem Benzol gut löslich.  Schmelzpunkt:215-217°C, Siedepunkt: 340°C.   

Einsatzgebiet 
Befindet sich im Steinkohlenteer und wird als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Farbstoffen verwendet.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Aktinomykose (Strahlenpilz)

Bei der Aktinomykose handelt es sich nicht – wie der Name suggeriert – um eine Pilzinfektion, sondern um eine bakterielle Mischinfektion mit Aktinomyzeten. Diese nehmen im Rahmen des Entzündungsgeschehens zwar eine zentrale Rolle ein, sind aber auf ein anaerobes Milieu angewiesen, das sie durch die Mitbeteiligung von aeroben und somit sauerstoffverbrauchenden Bakterien erhalten. Da sich die beteiligten Erreger physiologischerweise in der Mundflora (und im Darm) befinden, nimmt die Erkrankung auch dort in der Regel ihren Anfang.

4-Chloranilin

Erscheinungsbild: Kristalle, Pulver Farbe: weiß, gelb bis braun Geruch: charakteristisch süßlich, aromatisch Schmelzpunkt: 73°C Siedepunkt: 231°C.   
 
Einsatzgebiet 
Chloranilin ist Zwischenprodukt bei der Synthese von Farben.   
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

2-Methyl-3(2H)-isothiazolon (MI)

Hat eine starke antimikrobielle Wirkung.   

Einsatzgebiet
Bestandteil des als Pestizid und Konservierungsmittel eingesetzten Stoffgemisches Kathon®. Es ist in Farben und Leime auf Wasserbasis, Kühlschmiermittel und Befeuchtungswasser in raumlufttechnischen Anlagen zu finden. In der Papier- und Klebstoffherstellung wird MI bzw. Kathon® ebenfalls angewendet.  
 
Gefährdung Ihrer Gesundheit

2-Ethoxyethylacetat

Farblose Flüssigkeit mit einem angenehm fruchtigen Geruch. Mit Wasser wenig, mit organischen Lösemitteln gut mischbar. Schmelzpunkt:-63-61°C, Siedepunkt:155-157°C. 

Einsatzgebiet
2-Ethoxyethylacetat ist ein gängiges Lösemittel in Farben und Lacken.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Weichmacher

Stoffe, die zu einem Material gegeben werden, um Dehnbarkeit, Weichheit und Biegsamkeit für Verarbeitung und Gebrauch zu verbessern.  Den höchsten Marktanteil haben die als potentielle Gebäudeschadstoffe zu beachtenden Phthalate. Als zusätzliche Weichmacher werden z. B. die ökologisch ebenfalls bedenklichen Chlorparaffine (Stoffgruppe: Organochlorverbindungen) verwendet. Weitere Stoffgruppen, sind Trimellitate, aliphatische Dicarbonsäureester, Polyester, Phosphorsäureester, Fettsäureester, Hydroxycarbonsäureester, Epoxide und Sulfoxide/Sulfone.   

Tributylzinn (TBT)

Gehören zu den zinnorganischen Verbindungen und damit zu den giftigsten Chemikalien. Tributylzinn-Verbindungen sind flüchtig. Die wichtigsten Vertreter dieser Gruppe sind Tributylzinnoxid (TBTO), Tributylzinnaphthenat (TPTN) und Tributylbenzoat (TBTB).   

Einsatzgebiet
Tributylzinn-Verbindungen, insbesondere (TBTO) und (TBTN), werden als Pilzgifte in Holzschutzmitteln (Wirkstoffgehalte bis ca. 2,5 %) und als Konservierungsmittel in wasserverdünnbaren Anstrichstoffen eingesetzt. 
 

Schwermetalle

Metalle mit einer Dichte über 4,5 g/cm³ sind Schwermetalle. Dazu zählen z. B. Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Blei, Quecksilber, Cadmium, Nickel und Zinn. 
 
Früher wurden in Deutschland Cadmium und Blei auch zur Herstellung von PVC verwendet; Kupfer, Eisen, Zink und Blei für Trinkwasserleitungen; Quecksilber in Holzschutzmitteln, Imprägnierstoffen, Antifoulingfarben und zur Wasseraufbereitung eingesetzt. Diese Verwendungen sind jetzt verboten. 
 
 
Einsatzgebiet

Luftschadstoffe

Die wichtigsten Schadstoffgruppen, die in der Raumluft auftreten können, sind Halogenkohlenwasserstoffe, Alkane/Alkene, aromatische Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Ether, Ester, Aldehyde, Glykole, Terpene und Ketone. Die leichtflüchtigen Verbindungen dieser Stoffgruppen werden unter der Bezeichnung VOC zusammengefasst. Darüber hinaus werden auch feinverteilte feste Schadstoffe wie z. B. Asbeststaub oder Abrieb von PVC-Fußbodenbelägen mit der Luft eingeatmet.
 
Mögliche Quellen für Luftschadstoffe: 

Lösungsmittel

Flüssige organische Stoffe und deren Mischungen, die dazu dienen, andere Stoffe zu lösen oder zu verdünnen, ohne sie chemisch zu verändern. Lösungsmittel haben einen Siedepunkt unter 200°C und gehören zur Schadstoffgruppe der flüchtigen organischen Verbindungen (internationale Abkürzung: VOC). Als Lösungsmittel werden z. B. eingesetzt Alkane und Alkene, Aromaten, chlororganische Verbindungen, Alkohole, Ester, Ether, Ketone. 
 
Einsatzgebiet

Lindan

Farbloses, nahezu geruchloses, nicht brennbares Pulver. Es ist in Wasser nur sehr wenig, in organischen Lösungsmitteln gut löslich. Lindan zersetzt sich bei Kontakt mit heißen Gegenständen bzw. in der Flamme unter Bildung von giftigen, korrosiven Dämpfen (Chlorwasserstoff, Phosgen). Schmelzpunkt: 112-114°C, Siedepunkt: 323.4°C.  
 
Einsatzgebiet
Wird als Holzschutzmittelwirkstoff verwendet.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit

Kathon

Stoffgemisch von Fungiziden, Bakteriziden und Algiziden auf der Basis von 5-Chlor-2methyl-, 2-Methyl- oder 2-Octylisothiazol-3-on, (siehe Isothiazolone), die aufgrund ihrer bakteriziden Eigenschaften in der Papierindustire, zur Konservierung von Schneidölen, wässrigen Emulsionen u.a., im Holzschutz u.s.w. Verwendung finden können. Die enthaltenen Isothiazolone werden auch zur Konservierung von Dispersionsfarben auf Wasserbasis eingesetzt. 
 
Einsatzgebiet
Konservierungsstoff in Dispersionsfarben.   

Halogenkohlenwasserstoffe

Als Halogenkohlenwasserstoffe werden Kohlenwasserstoffe bezeichnet, deren Molekül Halogene, d. h. Fluor, Chlor, Brom oder Jod, enthält. Von einigen Ausnahmen abgesehen sind Halogenkohlenwasserstoffe bei Raumtemperatur farblose Flüssigkeiten oder Feststoffe. In Wasser unlöslich, aber löslich in vielen organischen Lösungsmitteln. Viele Halogenkohlenwasserstoffe sind giftig. Die meisten halogenierten Kohlenwasserstoffe haben ein enormes ozonzerstörendes Potential (Ozonloch). 
 
Einsatzgebiet

5-Chlor-2-methyl-3(2H)-isothiazolon (MCI)

Hat eine starke antimikrobielle Wirkung.   

Einsatzgebiet
Bestandteil des als Pestizid und Konservierungsmittel eingesetzten Stoffgemisches Kathon®. Es ist in Farben und Leime auf Wasserbasis, Kühlschmiermittel und Befeuchtungswasser in raumlufttechnischen Anlagen zu finden. In der Papier- und Klebstoffherstellung wird MCI bzw. Kathon® ebenfalls angewendet.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit
Gefahr der Sensibilisierung der Haut.  Kann Allergien der Haut hervorrufen.  

2-Pentylfuran

Farblose bis gelbliche Flüssigkeit, brennbar, Schmelzpunkt liegt bei 45°C, Siedepunkt: 6466°C/23mmHg, wasserunlöslich.   

Gefährdung Ihrer Gesundheit 
Gesundheitsschädlich beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut.